Früchte aus der Erde

Nun Trüffel sind eigentlich nichts anderes als die Fruchtkörper eines im Boden wachsenden Pilzes.

Als Trüffel werden umgangssprachlich eine Vielzahl knolliger, meist hypogäisch (unterirdisch) wachsender Pilze bezeichnet, sowohl echte als auch falsche Trüffel. Im engsten Sinne handelt es sich um die Gattung Tuber, zu der einige der teuersten und kulinarisch wertvollsten Pilze gehören.

 

Die Frucht in Knollenform besteht aus einem fleischartigen Gewebe, der sog. "Gleba", überzogen von einer Art Rinde, die "Peridium" genannt wird. An den Struktur- und Farbmerkmalen dieser Teile kann man verschiedene Trüffelarten unterscheiden. Will man aber sicher sein, kommt man nicht darum herum, die Sporenkapseln in der Gleba unter dem Lichtmikroskop zu untersuchen. Dabei unterscheiden sich Form, Farbe und Anzahl der Sporen pro Kapsel. Doch sogar hier gibt es noch Unsicherheiten, welche nur mit genetischen Untersuchungen definitiv beigelegt werden können.

 

 

Das Peridium des Burgundertrüffels besteht aus 5 bis 6-eckigen Warzen.

Wortgeschichte 

Das Wort „Trüffel“ geht zurück auf franz. „truffle“ (seltenere Form von „truffe“). Vom Deutschen aus hat sich das Wort ins Dänische („trøffel“) und Schwedische („tryffel“) ausgebreitet. Das grammatische Geschlecht des Wortes existiert sowohl maskulin und feminin, und damit auch dessen Pluralbildung (falls maskulin, Trüffel wie im Singular, falls feminin, Trüffeln).

Eine ältere Bezeichnung ist Nusspilz. Wenn man einmal einen frischen Burgundertrüffel essen durfte, kann man diesen Namen leicht verstehen. Weitere alte Bezeichnungen: Erdmorgeln, Erdschwämme, Grieblinge, Erdnüsse.



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