Trüffelsuche unter Schneedecke
Trüffelsuche im Winter
Mascha und Matthias waren erfolgreich
Trüffelsaison

Früher wurden auch sog. Trüffelschweine eingesetzt, welche die wertvollen Pilze suchen. Der Duft des Pilzes ähnele sehr stark dem Androsteron, dem Sexualduftstoff des Ebers, weshalb weibliche, geschlechtsreife Schweine instinktiv danach suchen sollen.  Die Schweine haben gegenüber den Hunden den Nachteil, dass die Trüffeln nicht so einfach entwendet werden können, und die Schweine sie auffressen, wenn der Schweineführer nicht aufpasst. Schweine verursachen beim Ausgraben im allgemeinen grössere Schäden an den Wurzelspitzen als Hunde, deswegen sind Schweine zur Trüffelsuche in Italien verboten worden. Auch eine Fliegenart orientiert sich am Geruch von Trüffeln und nutzt entsprechende Stellen zur Eiablage was z. B. von Trüffelsuchern in England zum Auffinden von Trüffeln genutzt wird. In der Schweiz weiss ich nur von drei Personen die diese Methode ausüben.

Nach Deutschland kamen die ersten Trüffelhunde 1720 durch den sächsischen Kurfürsten und König von Polen August den Starken. In Russland wird gesagt, dass früher auch Bären zur Trüffelsuche eingesetzt wurden. Auf Sardinien verwendete man Ziegen.

 

Trüffelfunde
Im Jahr 1999 wurde von Giancarlo Zigante bei Buje (Buie), nahe dem Ort Liont in der westkroatischen Region Istrien die bisher grösste Trüffel gefunden. Die weisse Trüffel wog 1.310 g. Die Familie Zigante entschied sich, statt die Trüffel zu verkaufen, ein Abendessen für 100 Personen zu organisieren.

Auch ausserhalb der klassischen Trüffelgebiete gibt es gelegentlich erstaunliche Funde. So staunten wir nicht schlecht, dass unsere Hunde im ersten Sommer allein unter der Eiche in unserem Garten über 50 Burgundertrüffel (Tuber uncinamtum) ausgegraben haben...

 

Trüffelsaison
Die Hochsaison, wo grössere Mengen gefunden werden können, dauert bei uns so von August bis Oktober. Doch immer sind ein paar Trüffel auch zwischen November und März zu finden. Und die ersten Trüffel der "neuen Saison" findet man gelegentlich schon ab Juni. Wahrscheinlich kann man das ganze Jahr einen Trüffel finden, so hat z.B. Luna ihren allerersten Trüffel in unserem Garten im April ausgegraben.

 

Trüffelkulturen
Da die Zucht von Trüffeln lange Zeit unmöglich schien, beschränkte man sich darauf, Gebiete mit Eichensetzlingen aus Trüffelregionen aufzuforsten. Einen solchen Trüffelhain nennt man französisch auch Truffière. Diese Methode soll bereits nach zehn Jahren zu guten Ernten führen. Berühmt wurden die Aufforstungen am Fuße des Mont Ventoux im Département Vaucluse 1858.

Seit einiger Zeit existieren jedoch grossflächige Versuche in Frankreich und einigen südosteuropäischen Staaten zur Zucht von Trüffeln. Durch Inokulieren von jungen, etwa einjährigen bis mehrjährigen arboretischen Gewächsen, kann der Pilz in einem speziellen Substrat herangezogen und später auf eine Plantage ausgepflanzt werden. Auch in der Schweiz sind in den vergangenen Jahren bereits zahlreiche Trüffelplantagen angelegt worden. Erste Trüffel konnten zwar schon geernet werden, aber ob die Plantagen tatsächlich einmal die versprochenen Erntemenge zulassen werden, muss sich noch zeigen.

Inzwischen können Trüffelbäumchen auch über das Internet bezogen werden, vorzugsweise Burgunder-, aber auch Perigordtrüffel. Zum Beispiel unter www. trueffelgarten.ch.

 

Was gilt es zu beachten?

Es gibt verschiedene Dinge die ein verantwortungsbewusster Trüffelsucher beachten soll

  • Wenn ein Hund zu graben beginnt, sollte man abhängig vom Hund nicht zu spät einschreiten, damit das Loch, besonders bei einem Anfängerhund, nicht zu gross wird. Dies ist auch notwendig, damit der Trüffel durch die Krallen des Hundes nicht oder wenigstens nicht zu stark beschädigt wird.
     
  • Wo ein Trüffel ausgegraben wird, sollte sofort nach dem Fund das enstandene Loch wieder sorgfältig zugedeckt werden. Nur so kann das Austrocknen der Erde und damit ein grösserer Schaden am Pilzmyzel vermieden werden.

  • Trüffel sind auch Pilze, das heisst sie unterstehen ebenfalls den kantonal geregelten Pilzschonzeiten.

  • Mass halten - wenn man einmal von der Natur reich beschenkt wird - so soll man dankbar dafür sein, zufrieden nach Hause gehen, gute Freunde mit einer Flasche roten Rotwein einladen und sich am Festessen erfreuen.

 

 



Design & Technology by YOUHEY Communication AG, © 2005 Zollbrück, Switzerland.