Lagotti del Campo di Lago

Rassebeschrieb Lagotto Romagnolo

Der Lagotto war ursprünglich, wie sein Name schon erahnen lässt, ein Wasserhund, der einerseits die Blässhühner für die Jäger aufjagte und andererseits die erlegten Vögel apportierte. Gleichzeitig wurde er, wie viele andere Jagdhunde auch, zur Trüffelsuche gebraucht. Mit der Trockenlegung der Sümpfe in der Romagna verlor der Lagotto mehr und mehr seine Funktion als Wasserhund und spezialisierte sich immer mehr auf die Trüffelsuche.

Bei der Zucht der Lagotti beruhte die Auslese der Zuchttiere ausschliesslich auf ihrer Fähigkeit zur Trüffelsuche. Das Äussere spielte kaum eine Rolle. Helle Hunde wurden teilweise bevorzugt, weil sie sich besser zur Trüffelsuche bei Nacht eignen als dunklere Hunde.

Erst in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts wurde die Rasse durch den Hundeexperten Dr. Antonio Morsiani zu dem gemacht, was sie heute ist. Er begann mit der Reinzucht und schrieb den heute noch gültigen und 1995 von der FCI anerkannten Rassestandard.

Der Lagotto ist ein mittelgrosser, quadratischer, rustikal aussehender Hund, der durch sein dicht gelocktes, wolliges Haarkleid auffällt. Die Haare neigen zur Verfilzung und müssen 2-3 mal pro Jahr kurz geschoren werden.  Zugelassene Farben sind einfarbig schmutziges Weiß,  Weiss mit braunen oder orangen Flecken, Braunschimmel, einfarbig Braun oder einfarbig Orange.

Lagotti sind intelligent und aufgeweckt. Sie brauchen viel Bewegung und langweilen sich schnell. Auf Spaziergängen suchen sie sich daher selbst gern eine Beschäftigung, wenn sie nicht genügend gefordert werden. Sie finden selbstständig Trüffel und wenn keine da sind, fangen sie gelegentlich an zu jagen, auch wenn versucht wurde, den Jagdtrieb züchterisch zu bekämpfen.

Sein gutmütiges und freundliches Wesen macht den Lagotto zu einem idealen Familienhund. Er braucht eine konsequente, aber liebevolle Erziehung. Er ist gelegentlich recht eigenwillig und selbstständig, sucht dennoch immer den Anschluss an seine Familie und braucht viele Streicheleinheiten. 

Bei der noch jungen Rasse sind wenige spezifische gesundheitliche Probleme bekannt. Eine gelegentlich auftretende, erbliche juvenile Epilepsie kann dank der Entdeckung eines genetischen Markers heute züchterisch einfach bekämpft werden.

Lagotti neigen zu Ohrenentzündungen. Regelmässiges Auszupfen von zu dicht wachsenden Haaren am äusseren Gehörgang und gelegentliches Reinigen mit einem guten Ohrreiniger sind aber eine wirksame Vorbeugung.

 FCI-Standard

 



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