Rassebeschrieb American Cocker

Amerikanische Cocker Spaniel sind die kleinen Verwandten der Englischen Cocker Spaniel. Anfangs des letzten Jahrhunderts wurden sie in Amerika aus ihren englischen Vorfahren herausgezüchtet. Mit ihrer kürzeren Schnauze, ihrem üppigen Haarkleid und dem liebenswürdigen Auftreten wurden sie eher als Familienhund denn als Jagdhund gezüchtet. Trotzdem sind sie auch heute noch ausdauernd, schnell und ausserordentlich leicht zu erziehen.

Äusserlich besticht der Amerikanische Cocker Spaniel auf Anhieb durch seinen kompakten Körperbau, die ausgeprägten Winkelungen, das flüssige, leichtfüssige Gangwerk und natürlich auch durch das lange, ausgeprägte Haarkleid. Er hat einen sanften, manchmal auch edlen Ausdruck und sein fröhliches und in der Regel unkompliziertes Wesen machen ihn zu einem idealen Familienhund.

Ami-Cocker sind ausgesprochen anhänglich. Sie suchen den engen Kontakt zu ihren Menschen und tun alles um ihnen zu gefallen (das wird jeweils als ‚strong-willing to please’ beschrieben). Das führt dazu, dass die meisten Ami-Cocker sehr einfach zu erziehen sind und es lieben, Kunststücke aber auch schwierige Gehorsamkeitsübungen zu lernen. Viele Ami-Cocker sind erfolgreich im Agility und zum Teil werden sie heute auch wieder vermehrt zur Jagd eingesetzt.

Um einen Cocker herum ist es schwierig schlecht gelaunt zu sein, denn er ist immer fröhlich und zeigt dies mit seinem ständig freudig wedelnden Schwanz. Im Haus oder der Wohnung verhällt er sich ruhig, draussen liebt er es einem Ball nachzujagen oder einen Hindernis-Parcours zu durchqueren.

Der Ami-Cocker gehört zu den kleinen Rassen. Rüden werden ca. 38cm, Hündinnen 35 cm gross. Das macht ihn zu einem handlichen Begleiter, der ohne Probleme überall hin mitgenommen werden und auch in der Stadt gut gehalten werden kann.

Trotz des üppigen Haarkleides macht der Ami-Cocker in der Regel keinen Haarwechsel durch. Das heisst, er verliert keine Haare. Trotzdem ist er nicht geeignet für Putzfanatiker, denn auch so bringt er noch genügend Dreck ins Haus.

Die Rasse hat natürlich nicht nur positive Seiten. Es gibt auch einige negative Punkte, die zu dieser Rasse gehören.

Die Haare wachsen wirklich unglaublich schnell. Vor allem im Gesicht muss das Haar mindestens alle 2 Monate zurückgeschnitten werden. Wer langes Haar am Körper bevorzugt, wird viel Zeit ins Kämmen und Baden investieren müssen, wobei es unterschiedliche Haarqualitäten gibt. Bei einigen Ami-Cockern gibt es kaum Haarverfilzungen, so dass man kaum bürsten muss, andere sind nach 2 Tagen ohne Bürsten bereits verfilzt.

Wer kürzeres Haar bevorzugt, muss seinen Hund 3-4 mal pro Jahr scheren lassen oder selbst lernen ihn zu scheren.

Amerikanische Cocker Spaniel waren über Jahrzehnte die beliebteste Hunderasse in Amerika. So beliebt zu sein, hat für eine Rasse immer auch Nachteile. Es wurden zum Teil Tiere zur Zucht eingesetzt, die bezüglich Wesen und Gesundheit vielleicht nicht optimal waren.

Es sind einige gesundheitliche und auch charakterliche Probleme aufgetreten, die heute von den seriösen Hundezüchtern bekämpft und nach Möglichkeit wieder ausgemerzt werden.

Trotzdem gibt es immer noch etliche Krankheiten unter denen die Ami-Cocker heute noch vermehrt leiden. Dazu gehören vor allem Augenkrankheiten wie Glaukom und Katarakte oder die Progressive Retina Atrophie (PRA), welche zur Erblindung der Hunde führen können. Züchter, die Hunde mit SKG-Stammbaum züchten, müssen ihre Zuchthunde einerseits mit einem Gentest auf PRA testen lassen und andererseits jährliche Augenuntersuchungen durchführen lassen.

Aufgrund ihrer langen Ohren neigen Cocker zu Ohrenentzündungen. Entzündungen können weitgehend verhindert werden, indem die Haare um den äusseren Gehörgang häufig getrimmt werden und der Ohrkanal gelegentlich mit einem guten Ohrreingier gereinigt wird.

Es können auch andere Hautprobleme auftreten, die öfters durch Allergien verursacht werden.

Es soll bei Cockern häufiger als bei anderen Rassen vorkommen, dass sie bei Freude oder Angst die Blasenkontrolle verlieren und es zu unwillkürlichem Harnabsatz kommt. Bei jungen Hunden ist das häufig, in den allermeisten Fällen hört es beim erwachsenen Hund auf. 

Der Ami-Cocker versteht es meist, seine Besitzer um den Finger zu wickeln. Trotzdem ist es wichtig, dass er eine konsequente Erziehung erhält. Ein Cocker muss wissen, wer der Chef ist im Hause ist, sonst ist es möglich, dass er seinem Besitzer auf der Nase herumtanzt.

Amerikanische Cocker Spaniel sind keine ausgesprochenen Wächter. Trotzdem geben sie laut, wenn sie ein unbekanntes Geräusch hören oder vermuten, dass jemand ins Haus eindringt.

FCI-Standard

 

 

 

 



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